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SAMA Feat. PAUL HOORN (Iran, Afghanistan, Deutschland)

»Östlicher Diwan« Der Unerschöpfliche Reichtum Klassisch Persischer Musik.
Dresden 15.02.2020    20:00 Uhr
Dreikönigskirche • Hauptstraße 23
Musik zwischen den Welten Dresden

Sichern Sie sich Ihre gewünschten Tickets für SAMA Feat. PAUL HOORN (Iran, Afghanistan, Deutschland) »Östlicher Diwan« Der Unerschöpfliche Reichtum Klassisch Persischer Musik. in Dresden, am Samstag den 15.02.2020 im Ticketvorverkauf.

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ab 15,40 EUR
»Östlicher Diwan«
Der unerschöpfliche Reichtum klassisch persischer Musik.

Mit

ALI PIRABI | Santur | Setak | Tanbur
HOSSEIN ARABZADEH Gesang
MEHRAN AZGHARZADEH Percussion
PAUL HOORN Textübertragungen | Worte & Gesang

Mit dieser mail, die Konzertveranstalter Andreas Grosse Anfang 2015 vom bekannten Dresdner Musiker, Sänger und Impressario Paul Hoorn erhielt, fing es an:

Hallo Andreas,
ich habe einen iranischen Musiker kennen gelernt, Ali Pyrabi. Er musste mit seiner Familie vor 2 Jahren aus dem Iran fliehen. Im Iran war er ein bedeutender Musiker, er spielt Santur und Setar, hat Wettbewerbe gewonnen und eine berühmte Musikschule geführt. Er hat auch klassische Violine studiert und liebt die deutschen Klassiker - ist also ein Wanderer zwischen den Welten.
Da musste ich an Dich und Deine Konzertreihe denken.
Ich wollte Dich fragen, ob Du Interesse hast, den Musiker in Deine Konzertreihe aufzunehmen. Er arbeitet zur Zeit mit zwei anderen persischen Musikern zusammen, einem wunderbaren Sänger und einem begnadeten Percussionisten. Ich würde mich sehr freuen, würde auch gern dabei mitarbeiten, die Inhalte
der Texte und die Zusammenhänge der Musik recherchieren und zu erklären im Konzert.
Was meinst Du?
Lieben Gruß, Paul.

Für Grosse gab es auf Paul Hoorns Frage keine Zweifel und so konnte im September 2015 in der nahezu ausverkauften Dreikönigskirche ein erstes beeindruckendes Konzert dieses Ensembles um Ali Pirabi stattfinden.

In einer weiteren mail an Ali Pirabi schrieb Paul Hoorn damals:
Das - siehe oben - ist der Titel, den ich für Euer Konzert vorschlage. Er ist angeregt durch die Gedichtsammlung »West-östlicher Divan« von Johann Wolfgang von Goethe, die Du ja in Deutsch und in Persisch besitzt, aber bei Deiner Flucht aus dem Iran zurücklassen mußtest - so wie auch Deine geliebte Violine, Deine Verbindung zur abendländischen Kultur... Zum Glück ist beides nicht unersetzbar: ich hab den persischen Goethe schon bekommen bei meinem Buchhändler und schick ihn Dir. Vielleicht willst Du ein Gedicht daraus klassisch persisch vertonen?
Es ist ja kein Zufall, dass Goethe seinen spät entdeckten persischen Kollegen Hafis (Hafez) mochte - so viele Schätze taten sich da auf, ist doch die Verbindung zwischen den Künsten und den Naturwissenschaften (besonders zwischen Musik und Mathematik), wie sie auch Goethe brennend interessierte, eine uralte persische Tradition.
Ich möchte gern in diesem Konzert dazu beitragen, dass die persische Kultur dem deutschen Publikum näher gebracht wird. Dazu möchte ich sehr viel wissen über die Stile und Motive der Musiken, über die Instrumente und vor allem über die gesungenen Texte und die Bedeutung des Musizierens im Iran.
Und ich möchte dieses Wissen dann in geeigneter Form an das Publikum hier in Dresden weitergeben.
Das heißt, dass ich anbieten möchte, zwischen den Musiken zu moderieren, Texte zu sprechen, Inhalte zu erklären.
Ich interessiere mich dafür, wo Ihr herkommt und wo Ihr hinwollt, wie es Euch geht mit der iranischen und der deutschen Kultur, was Euch mit beiden verbindet und was Euch davon trennt.
So hoffe ich, dass ich dazu beitragen kann, dass dieses Konzert eine Verbindung schafft zwischen den Welten - und dass Ihr hier neue Liebhaber Eurer großen Kunst findet.

Seitdem sind nahezu fünf Jahre vergangen und es ist allerhöchste Zeit für ein Widersehen und Wiederhören mit den wunderbaren persischen Musikern - und dabei auch zu erfahren, wie es ihnen in diesen Jahren ergangen ist.

Das Ensemble SAMA, dessen Name "mystischer Tanz" bedeutet, existierte in anderer Besetzung unter Ali Pirabis Leitung von 1994 - 2013. Es war eine feste Größe in der klassischen persischen Musik im Iran. Die Musiker spielten sowohl in ihrer Heimat als auch in arabischen Ländern und hatten zudem Erfolge in Europa.
Ali Pirabio hat die Formation nun in Deutschland wieder zum Leben erweckt.

Die Musiker:

ALI PIRABI | Santur | Setak | Tanbur
Geboren 1978 in Shiraz, Iran, Santur-Unterricht seit dem siebten und Geigenunterricht seit dem neunten Lebensjahr; Unterricht in klassischer iranischer Musik sowie in den Grundlagen der europäischen Musik; zweijähriges Studium an der Hochschule für Musik Teheran; 6 Jahre lang Erste Preise bei iranischen Musikfestivals (1994-99); Auftritte an u.a. an iranischen Universitäten; Auftritte bei Gedenkfeiern zu Hafez' Geburtstag in Shiraz; Konzerte in Paris, Madrid und im Iran mit berühmten Spezialisten für iranische Musik.
Gründung einer Musikschule in Shiraz 2005; Zusammenarbeit mit verschiedenen iranischen Formationen, auch als Gheychak-Spieler.
Verfasste Zahlreiche Kompositionen für Theater, für Soloinstrumente und Orchester.
Gibt Unterricht in Santur, Violine, Setar, Kamanche und Tambur.
Ist Autor einer Musikgeschichte des Iran und eines Santur-Lehrbuches sowie mehrerer Essays.
Floh mit seiner Familie aus politischen Gründen aus dem Iran, sie leben seit 7 Jahren in Deutschland in Eisenhüttenstadt, in Forst und nun in Leipzig.

HOSSEIN ARABZADEH | Gesang
Geboren 1982 in Teheran im Iran; Gesangsunterricht seit dem 15. Lebensjahr; Studium der Philosophie in Dehli; Gesangsstudium im Iran bei Maestro Mohammad Reza Lotfi und anderen bedeutenden Lehrern; zahlreiche Konzerte an Universitäten und in verschiedenen Kultureinrichtungen im Iran und in verschiedenen Städten Deutschlands; arbeitet seit 2014 in Leipzig.

MEHRAN ASGHARZADEH | Tonbak | Daf
Geboren 1988 in Gorgan im Norden des Iran; begann ab dem 10. Lebensjahr mit dem Erlernen des Spiels auf der Bechertrommel Tonbak, dann auch Daf; praktizierte besonders spezielle Rhythmen der kurdischen Musik. Später begann er, sich mit dem persischen Streichinstrument Kamanche und der Theorie der persischen klassischen Musik zu beschäftigen. Er spielte in namhaften iranischen Ensembles und und Gab Unterricht in persischer Percussion. Gleichzeitig machte er in Gorgan den Bachelor in Bauingenieurwissenschaften und kam 2012 nach Dresden, um den Master in "Hydroscinece and Enginieering (Wasserresourcen-Managent)" zu machen. Auf musikalischem Gebiet befasst er sich nun auch mit Westeuropa - und mit lateinamerikanischen Rhythmen.

PAUL HOORN Rezitation | Moderation | Gesang
Geboren 1960, seit seiner Jugend Liebhaber und Sammler traditioneller Musik.
Er studierte Waldhorn, Komposition, Chorleitung und Orgel und war mehrere Jahre als Kirchenmusiker, später als Theatermusiker tätig.
1991 gründete er zusammen mit Andreas Zöllner das Weltmusik-Ensemble "Das Blaue Einhorn", war bis zu ihrer Auflösung 2013 ihr Sänger und kreativer Kopf, arrangierte die meisten Stücke und war für die Nachdichtungen und Übersetzungen verantwortlich.
Zudem konzipierte, schrieb und gestaltete er die CD-Booklets und Plakate.

Text: Ticket Publisher by Reservix


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